Auswandern ist der Schritt in ein neues Leben – aber wer dabei sein Depot vergisst, erlebt eine böse Überraschung. Denn was kaum jemand weiß: Die meisten deutschen Broker sind schlicht nicht darauf ausgelegt, Kunden mit ausländischem Wohnsitz zu betreuen. Sobald du dich abmeldest, wirst du für sie zum Compliance-Problem – und das lösen viele mit einer Kündigung.
Als jemand, der täglich mit Auswanderern arbeitet, erlebe ich genau dieses Szenario regelmäßig. Jemand zieht nach Lissabon, Dubai oder Bangkok – und erst Wochen später landet die E-Mail vom Broker im Postfach. Dann wird es hektisch: Wertpapiere müssen unter Zeitdruck verkauft oder übertragen werden, steuerliche Fallstricke lauern, und das alles mitten in der ohnehin stressigen Anfangsphase im neuen Land.
Die gute Nachricht: Wer das Thema rechtzeitig angeht, hat kaum Probleme. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Broker Auswanderer wirklich akzeptieren – sowohl bei EU-Umzügen als auch bei Drittländern –, wann du handeln musst und was steuerlich auf dem Spiel steht. Damit du entspannt in den Flieger steigen kannst.
Auf einen Blick
- Vorbereitung ist Pflicht: Kontoeröffnung in Deutschland meist nur mit Meldeadresse möglich – daher unbedingt vor der Abmeldung handeln.
- Zwei-Konten-Strategie: Ein deutsches Konto (z. B. DKB, N26) für Zahlungen in Deutschland + ein Multiwährungskonto (z. B. Wise, Revolut) für den Alltag im Ausland.
- Flexibilität sichern: Mit zwei Konten bleibst du zahlungsfähig, auch wenn ein Konto gesperrt oder gekündigt wird.
- Konto behalten lohnt sich: Besonders sinnvoll für Rückzahlungen, Abos, Miete, Steuererstattungen oder regelmäßige Einkünfte aus Deutschland.
- Beste Anbieter für Auswanderer: N26 (digitale Nomaden), DKB (deutscher Bezug), Wise (Multi-Währung), Revolut (technikaffine Vielreisende).
Das Problem: Dein Broker will dich nicht mehr
Lass mich dir etwas zeigen, das ich regelmäßig sehe: Jemand meldet sich aus Deutschland ab, fliegt nach Lissabon, Bali oder Dubai – und drei Wochen später kommt die E-Mail vom Broker. Sinngemäß: „Wir beenden die Geschäftsbeziehung.“
Kein Witz. Trade Republic, Scalable Capital, ING – die meisten deutschen Broker sind regulatorisch auf Kunden mit deutschem Wohnsitz ausgerichtet. Sobald du Steuerausländer wirst, bedeutet das für den Broker: Compliance-Aufwand, den er sich nicht antun will. Besonders Neobroker machen kurzen Prozess.
Und das Schlimmste: Viele Auswanderer erfahren das erst, wenn es zu spät ist. Dann müssen sie unter Zeitdruck verkaufen oder übertragen – und verlieren dabei Geld oder Nerven. Oder beides.
Die gute Nachricht: Wenn du das Thema vorher auf dem Schirm hast, ist es lösbar. Hier ist dein Fahrplan.

„Die häufigste Ursache für finanzielle Probleme beim Auswandern ist nicht fehlendes Geld, sondern fehlende Planung.“
– Oliver Frankfurth
Umzug innerhalb der EU – Diese Broker funktionieren
Wenn du innerhalb der EU umziehst – also zum Beispiel nach Spanien, Portugal, Frankreich, die Niederlande oder Italien – hast du die besten Karten. Einige Broker sind international aufgestellt und akzeptieren EU-Wohnsitze problemlos.
Hier sind die Broker, die ich Auswanderern empfehle:
Broker | EU-Wohnsitz möglich? | Besonderheiten | Bewertung |
|---|---|---|---|
Ja, alle EU-Länder | Deutscher Reseller von Interactive Brokers. Deutschsprachiger Support, professionelle Plattform, keine Depotgebühren. Quasi alle Länder weltweit möglich. | Top-Empfehlung | |
Ja, alle EU-Länder | Weltweit nutzbar. Konto wird bei Umzug innerhalb der EU automatisch angepasst. Keine Depotgebühren, Zugang zu allen Börsenplätzen. | Top-Empfehlung | |
Ja, viele EU-Länder | Social-Trading-Plattform mit Aktien, ETFs und Krypto. Reguliert in mehreren Ländern (Zypern, UK, Australien). Einfache Bedienung, aber Spread-basiertes Modell. | Empfehlenswert | |
Ja, EWR-Länder | Kombination aus Girokonto und Krypto-Wallet in einer App. Französische E-Geld-Lizenz. Ideal für Auswanderer, die Banking und Krypto verbinden wollen. | Empfehlenswert für Krypto-Nutzer | |
Ja, fast alle EU-Länder | Einer der auslandsfreundlichsten deutschen Broker. Zypern, Irland, Malta teils kritisch. | Empfehlenswert | |
Ja, alle EU-Länder | Aktuell einer der offensten Neobroker für EU-Wohnsitze. | Gute Option | |
Ja | Führt aber auch bei Steuerausländern Quellensteuer ab – kann problematisch werden. | Geeignet, mit Vorbehalt | |
Nur DE, FR, AT, NL, BE, LU, IT, ES, IE | Benötigt amtliche Meldebescheinigung (max. 12 Monate alt). Nicht alle EU-Länder. | Eingeschränkt |
Meine Top-Empfehlung für EU-Umzüge: CapTrader – deutschsprachiger Support, professionelle Plattform, und du kannst das Depot auch behalten, falls du später in ein Drittland weiterziehst. So musst du nicht zweimal wechseln.
Achtung bei Zypern, Irland und Malta: Selbst wenn der Broker vorab bestätigt, dass dein Depot weitergeführt wird, berichten viele Auswanderer, dass im Folgequartal trotzdem die Kündigung kommt. Unbedingt schriftlich absichern.
Diese Broker sind bei EU-Umzug nicht geeignet
Nicht alle Broker machen bei einem EU-Umzug mit. Diese Anbieter kündigen das Depot oder akzeptieren nur deutsche Wohnsitze – selbst wenn du innerhalb der EU bleibst:
Broker | Problem | Was passiert? |
|---|---|---|
Nur deutscher Wohnsitz | Kündigt konsequent bei Wohnsitzänderung. Teils lebenslange Sperre – kein neues Konto mehr möglich. | |
Nur bestimmte EU-Länder (DE, AT, FR, IT, ES, NL) | Andere EU-Länder nicht unterstützt. Baader Bank dahinter, restriktive Haltung. | |
Uneinheitliche Praxis | Mal bleibt das Depot, mal kommt die Kündigung. Keine verlässliche Aussage möglich. |
Mein Rat: Wenn du bei Trade Republic, Scalable oder ING bist und einen Umzug planst – eröffne vor der Abmeldung ein Depot bei einem der empfohlenen Broker. Warte nicht, bis die Kündigung kommt.

Umzug in ein Drittland – Diese Broker funktionieren weltweit
Schweiz, USA, UK, Kanada, Thailand, Dubai, Singapur, Paraguay – sobald du die EU verlässt, wird die Auswahl deutlich kleiner. Die meisten deutschen Broker kündigen bei Drittland-Umzug ohne Diskussion.
Die gute Nachricht: Es gibt Broker, die nahezu jeden Wohnsitz weltweit akzeptieren.
Hier sind sie:
Broker | Schweiz | USA | UK | Asien / Naher Osten | Lateinamerika / Afrika | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|---|
Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Deutscher Reseller von Interactive Brokers. Deutschsprachiger Support, keine Depotgebühren. Akzeptiert quasi alle Länder weltweit. Top-Empfehlung. | |
Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Der Goldstandard für internationale Anleger. Weltweit reguliert, alle Börsenplätze, keine Depotgebühren. | |
Ja | Ja (US-Entity) | Ja | Ja (viele Länder) | Teilweise | Social-Trading-Plattform. International aufgestellt mit Niederlassungen in Israel, Zypern, UK, USA, Australien. Länderverfügbarkeit variiert – vorher prüfen. | |
Prüfen | Nein | Prüfen | Prüfen | Prüfen | Primär auf EWR fokussiert, aber als Krypto-Banking-Lösung interessant für Auswanderer. Französische E-Geld-Lizenz. | |
Swissquote | Ja (Heimmarkt) | Ja | Ja | Ja | Ja | Schweizer Bank mit voller Banklizenz. Depotgebühren (60–200 CHF/Jahr), aber höchste Sicherheit. |
Ja | Nein (90-Tage-Frist) | Länderabhängig | Länderabhängig | Länderabhängig | Auslandsfreundlich, aber nicht für alle Drittländer geeignet. USA ist ausgeschlossen. |
Das Bild ist eindeutig: Wer in ein Drittland auswandert, kommt an CapTrader oder Interactive Brokers kaum vorbei. Die akzeptieren nahezu jeden Wohnsitz weltweit, erheben keine Depotgebühren und bieten Zugang zu allen relevanten Börsenplätzen.
eToro ist eine gute Alternative für alle, die eine einfachere Oberfläche bevorzugen und auch Social Trading nutzen wollen. Prüfe aber vorher, ob dein Zielland unterstützt wird.
Swissquote ist die Premium-Option, wenn du Wert auf eine Schweizer Banklizenz legst – kostet aber Depotgebühren.
Diese Broker sind bei Drittland-Umzug nicht geeignet
Die meisten deutschen Neobroker und klassischen Banken kündigen das Depot, sobald du in ein Drittland außerhalb der EU ziehst. Hier ist die Liste der Anbieter, bei denen du mit einer Kündigung rechnen musst:
Broker | Problem | Was passiert? |
|---|---|---|
Kein Auslandswohnsitz möglich | Kündigt bei jedem Auslandswohnsitz – EU und Drittland. Keine Ausnahmen. | |
Nur EU (und auch dort eingeschränkt) | Kündigt bei Drittland-Umzug. Baader Bank dahinter, keine internationale Ausrichtung. | |
Kein Drittland-Wohnsitz | Kündigt bei Umzug in Drittländer. Bestandskunden in der Schweiz: uneinheitlich. | |
Eingeschränkt | Möglich bei manchen Ländern, aber unklare Regelungen. Quellensteuer-Problematik. | |
Nur bestimmte EU-Länder | Kein Drittland möglich. |
Sonderfall USA: Kein deutscher Broker akzeptiert US-Wohnsitz. Auch die comdirect gibt dir 90 Tage zum Schließen. Wer in die USA geht, muss zu Interactive Brokers (US-Entity), eToro (US-Entity) oder einem lokalen US-Broker wechseln.
Wann solltest du das neue Depot eröffnen?
Die Antwort ist einfach: vor der Abmeldung. Nicht am Tag vorher – sondern Wochen oder Monate vorher.
Warum? Solange du einen deutschen Wohnsitz hast, kannst du bei weitestgehend jedem Broker ein Depot eröffnen. Nach der Abmeldung ist eine Neueröffnung bei deutschen Brokern meist nicht mehr möglich. Und selbst bei internationalen Anbietern dauert die Legitimation aus dem Ausland oft länger.
- 3–6 Monate vorher: Recherchiere, welcher Broker zu deinem Zielland passt. Frag im Zweifelsfall direkt beim Broker nach – schriftlich, damit du einen Nachweis hast.
- 2–3 Monate vorher: Eröffne das neue Depot. Teste die Plattform. Mach dich mit der Oberfläche vertraut.
- 1 Monat vorher: Starte den Depotübertrag – oder leg deine Verkaufsstrategie fest.
- Bei der Abmeldung: Informiere deinen alten Broker über den neuen Steuerausländer-Status.
- Nach der Abmeldung: Kläre die steuerliche Situation im neuen Wohnsitzland.
Profi-Tipp: Eröffne ruhig bei zwei Brokern parallel – zum Beispiel CapTrader + eToro. Dann hast du eine professionelle Plattform für ETFs/Aktien und eine für Social Trading oder Krypto. Flexibilität ist bei der Auswanderung Gold wert.

Depotübertrag oder vorher verkaufen?
Diese Frage höre ich ständig. Und die ehrliche Antwort ist: Es kommt drauf an. Auf dein Depot, deine Gewinne, dein Zielland und dein Timing. Hier sind die drei Optionen:
Option | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
Option A: Depotübertrag Wertpapiere wandern direkt zum neuen Broker | Kein Verkauf = keine Steuer auf Gewinne; bestehende Positionen bleiben erhalten | Dauert oft 4–8 Wochen; international oft nicht möglich; Einstandskurse gehen manchmal verloren; hoher bürokratischer Aufwand |
Option B: Verkaufen und neu kaufen Alles liquidieren, neu investieren | Schnell, sauber, kein Papierkram; neuer Broker hat saubere Einstandskurse | Steuer auf realisierte Gewinne (Abgeltungssteuer 26,375%); kann sich aber lohnen, wenn Zielland keine Kapitalertragsteuer hat (z.B. Dubai, Singapur, Paraguay) |
Option C: Strategischer Mix Positionen mit wenig Gewinn verkaufen, Rest übertragen | Steuerlich optimiert; flexibel | Erfordert genaue Planung und Timing; am besten mit Steuerberater abstimmen |
Meine Beobachtung nach tausenden Fällen: Die meisten Auswanderer fahren mit Option B oder C am besten. Der Depotübertrag ins Ausland klingt in der Theorie gut, ist in der Praxis aber oft ein Albtraum – besonders wenn die Einstandskurse verloren gehen. Dann zahlst du am Ende doppelt Steuer.
Steuerliche Fragen – Was du auf dem Schirm haben musst
Steuern sind beim Thema Depot und Auswanderung der Knackpunkt. Hier sind die drei wichtigsten Themen:
1. Wegzugsbesteuerung – seit 2025 auch für ETFs
Das ist neu und erwischt viele kalt: Seit dem 1. Januar 2025 können auch ETFs und Fonds unter die Wegzugsbesteuerung fallen. Das heißt: Der Staat tut so, als hättest du am Tag der Auswanderung alles verkauft – und besteuert den fiktiven Gewinn.
Aber Entwarnung für die meisten: Die Regel greift nur, wenn deine Anschaffungskosten bei einem einzelnen Fonds/ETF über 500.000 € liegen, ODER du mehr als 1% an einem Unternehmen/Fonds hältst.
Für den typischen ETF-Sparplan-Anleger mit 50.000, 100.000 oder auch 300.000 € ist das also kein Thema. Wer allerdings größere Summen in einem einzelnen ETF gebündelt hat, sollte rechtzeitig umschichten – auf mehrere Fonds verteilen, damit jeder unter der 500.000-€-Grenze bleibt.
Beispiel: Du hast 900.000 € in einem einzigen MSCI-World-ETF. Anschaffungskosten: 550.000 €. Beim Wegzug würde der fiktive Gewinn von 350.000 € mit ca. 28,5% besteuert – rund 100.000 € Steuer, obwohl du nichts verkauft hast. Hättest du vorher auf zwei ETFs aufgeteilt (je 450.000 € Anschaffungskosten), wäre keine Wegzugssteuer angefallen.
2. Steuerausländer-Status – Abgeltungssteuer ade?
Sobald du dich aus Deutschland abmeldest und dein Lebensmittelpunkt im Ausland liegt, bist du Steuerausländer. Das bedeutet:
- Dein Broker in Deutschland führt keine keine Abgeltungssteuer mehr ab (wenn du ihn informiert hast!)
- Kapitalerträge werden im neuen Wohnsitzland besteuert
- Es gilt das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und deinem Zielland
- Deutsche Quellensteuer auf Dividenden kann weiterhin anfallen (meist 15%, anrechenbar)
Wichtig: Informiere deinen Broker sofort bei der Abmeldung. Wenn er weiterhin Abgeltungssteuer abführt, zahlst du doppelt – und musst dir das Geld mühsam vom deutschen Finanzamt zurückholen.
3. Verkaufstiming: Vor oder nach der Abmeldung?
Das ist die Millionenfrage – und sie hängt komplett von deinem Zielland ab:
Verkauf VOR der Abmeldung | Verkauf NACH der Abmeldung |
|---|---|
Du zahlst deutsche Abgeltungssteuer (26,375%) | Steuerpflicht im neuen Wohnsitzland |
Sinnvoll, wenn dein Zielland ähnlich hohe oder höhere Steuersätze hat | Kann 0% sein (Dubai, Singapur, Paraguay, Bahamas…) |
Einfach und sauber: kein Streit mit dem Finanzamt | ABER: Du musst nachweisen, dass du zum Verkaufszeitpunkt bereits Steuerausländer warst. 183-Tage-Regel beachten: Das Finanzamt schaut genau hin. |
Wichtig: Das ist keine Steuerberatung. Die steuerliche Situation ist bei jedem anders – abhängig von Zielland, Depotgröße, Art der Wertpapiere und persönlicher Situation. Zieh einen Steuerberater hinzu, der sich mit internationalem Steuerrecht auskennt. Die paar hundert Euro sind gut investiert.

„Ein Steuerberater für deinen Wegzug kostet ein paar hundert Euro. Ein falsch getimter Verkauf oder eine verpasste Wegzugssteuer können dich das Zehnfache kosten. Ich empfehle immer: „Hol dir den Profi.“
– Oliver Frankfurth
Deine Checkliste: Depot & Auswanderung
- Prüfe deinen aktuellen Broker: Ruf an oder schreib eine E-Mail. Frag konkret: „Kann ich mein Depot weiterführen, wenn ich nach [Land] ziehe?“ Lass dir die Antwort schriftlich geben.
- Recherchiere Alternativen: Wenn dein Broker nicht mitmacht, eröffne rechtzeitig bei einem auslandsfreundlichen Anbieter (CapTrader, Interactive Brokers, eToro).
- Eröffne das neue Depot VOR der Abmeldung: Solange du einen deutschen Wohnsitz hast, ist die Eröffnung einfach. Danach wird es schwierig bis unmöglich.
- Entscheide: Übertragen oder verkaufen? Sprich mit deinem Steuerberater über die beste Strategie für dein Depot und dein Zielland.
- Prüfe die Wegzugsbesteuerung: Hast du mehr als 500.000 € Anschaffungskosten in einem einzelnen ETF? Dann rechtzeitig umschichten.
- Informiere deinen Broker bei der Abmeldung: Steuerausländer-Status mitteilen, damit keine Abgeltungssteuer mehr abgeführt wird.
- Kläre die Steuerpflicht im neuen Land: Wie werden Kapitalerträge besteuert? Gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland?
Wenn du allerdings keine finanziellen Verbindungen nach Deutschland mehr hast und nur noch im Ausland lebst, kann es langfristig sinnvoll sein, das Konto zu schließen. Spätestens dann, wenn es nur noch Kosten verursacht.
Fazit: Dein Depot ist kein Grund, nervös zu werden
Ja, das Thema Broker und Depot bei der Auswanderung ist komplex. Aber es ist lösbar – wenn du es rechtzeitig angehst. Die meisten Probleme entstehen, weil Leute es erst nach der Abmeldung auf dem Schirm haben. Dann wird es hektisch, teuer oder beides.
Mein Rat nach tausenden Fällen: Mach dir einen Plan, eröffne rechtzeitig ein Depot bei einem internationalen Broker wie CapTraderCapTrader, und kläre die steuerlichen Fragen mit einem Profi. Dann kannst du in den Flieger steigen und dich auf dein neues Leben konzentrieren.
Und wenn du willst, dass sich jemand um den ganzen Papierkram rund um deine Abmeldung kümmert – nicht nur das Depot, sondern alles – dann weißt du, wo du mich findest.
Häufige Fragen: Bankkonto für deutsche Auswanderer
Was passiert mit meinem Konto nach der Abmeldung?
Die Abmeldung beim Einwohnermeldeamt führt nicht automatisch zur Schließung deines Kontos. Deine Bank prüft jedoch deine neue Adresse und deinen Steuerstatus. Je nach Institut kann das Konto problemlos weitergeführt oder – bei strengen Filialbanken – auch gekündigt werden.
Kann ich ein deutsches Konto aus dem Ausland verwalten?
Ja. Fast alle Banken bieten Online- und Mobile-Banking an, sodass du dein Konto weltweit nutzen kannst. Wichtig ist, dass du deine TAN-Verfahren (z. B. App oder SMS) auch im Ausland verfügbar hast. Eine stabile Internetverbindung und eine gültige Mobilnummer sind dabei entscheidend.
Kündigt die Bank mein Konto automatisch?
Nein, eine automatische Kündigung gibt es nicht. Allerdings behalten sich Banken in ihren AGB das Recht vor, das Konto zu kündigen, wenn du keinen deutschen Wohnsitz mehr hast oder die Erreichbarkeit nicht gesichert ist. Manche Banken tun das sofort, andere gar nicht – es hängt stark vom Anbieter ab.
Muss ich mein Konto in Deutschland versteuern?
Das hängt von deinem Steuerstatus ab. Als Steuerausländer zahlst du in Deutschland nur noch Steuern auf Einkünfte, die tatsächlich aus Deutschland stammen – etwa Mieteinnahmen, Renten oder Kapitalerträge. Dein Konto an sich ist nicht steuerpflichtig, wohl aber die dort anfallenden Erträge (z. B. Zinsen).