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Bestes Bankkonto für Auswanderer

  • 12 Minuten Lesezeit

Du ziehst ins Ausland und fragst dich, ob du dein deutsches Bankkonto behalten kannst, oder welches Bankkonto scih am besten für deine Auswanderung eignet? Dann bist du hier richtig. Wir klären diese Fragen und stellen die dir 4 besten Konten für Auswanderer 2025 vor.

Im Jahr 2024 haben laut Statistischem Bundesamt insgesamt etwas weniger als 1,3 Millionen Personen Deutschland verlassen, davon waren rund 270.000 Personen deutsche Staatsbürger. (Quelle: Destatis)

Der Traum vom Leben im Ausland wird für immer mehr Menschen Realität. Doch während Umzug, Job und Sprache im Vordergrund stehen, übersehen viele eine stille, aber kritische Baustelle: das Bankkonto.

Wer seine Konten nicht rechtzeitig vorbereitet, riskiert im Ausland plötzlich zahlungsunfähig zu sein, weil das Konto gesperrt, gekündigt oder durch neue Regelungen eingeschränkt wurde. Besonders betroffen: Menschen ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Die Lösung: Zwei Bankkonten – und zwar vor der Abmeldung. Warum das wichtig ist, welche Banken sich eignen und was du dabei beachten musst, erfährst du in diesem Ratgeber.

Auf einen Blick

  • Vorbereitung ist Pflicht: Kontoeröffnung in Deutschland meist nur mit Meldeadresse möglich – daher unbedingt vor der Abmeldung handeln.
  • Zwei-Konten-Strategie: Ein deutsches Konto (z. B. DKB, N26) für Zahlungen in Deutschland + ein Multiwährungskonto (z. B. Wise, Revolut) für den Alltag im Ausland.
  • Flexibilität sichern: Mit zwei Konten bleibst du zahlungsfähig, auch wenn ein Konto gesperrt oder gekündigt wird.
  • Konto behalten lohnt sich: Besonders sinnvoll für Rückzahlungen, Abos, Miete, Steuererstattungen oder regelmäßige Einkünfte aus Deutschland.
  • Beste Anbieter für Auswanderer: N26 (digitale Nomaden), DKB (deutscher Bezug), Wise (Multi-Währung), Revolut (Technikaffine Vielreisende).

Warum du vor der Abmeldung zwei Konten brauchst:

Die meisten Banken verlangen eine deutsche Meldeadresse bei der Kontoeröffnung. Nach der Abmeldung kann es schwierig oder unmöglich sein, ein neues Konto in Deutschland zu eröffnen. Deshalb gilt: Unbedingt vor der Abmeldung handeln!

Einmal eröffnet, darfst du deine Adresse meist problemlos ändern. Das betrifft vor allem Anbieter wie die DKB – diese zeigt sich laut Nutzererfahrung besonders kulant mit internationalen Wohnsitzen.


Das Bild zeigt Oliver Frankfurth, ein Experte im Bereich Wohnsitz abmelden und deustche Bürokratie bei der Auswanderung.

„Die häufigste Ursache für finanzielle Probleme beim Auswandern ist nicht fehlendes Geld, sondern fehlende Planung.“

– Oliver Frankfurth

Warum zwei Konten bei Umzug ins Ausland?

Wer ins Ausland zieht, sollte sich nicht nur auf ein einziges Konto verlassen. Gerade in der Übergangsphase ist es sinnvoll, zwei Konten parallel zu führen, z. B. eines in Deutschland bei einer Direktbank, wie N26, oder DKB und ein weiteres Multiwährungskonto  bei einer internationalen Neobank (z. B. bei Wise oder Revolut) auch in Deutschland oder im Zielland. 

Mehr dazu, welche Bank am besten für Auswanderer geeignet ist, erfährst du weiter unten im Blog

So kombinierst du die Vorteile beider Systeme:

  • Mit deinem deutschen Konto bleibst du für Rückzahlungen, Verträge und Zahlungen in Deutschland handlungsfähig.
  • Mit dem Multiwährungskonto kannst du im Ausland lokale Zahlungen einfach abwickeln, Geld in verschiedenen Währungen halten und von günstigen Wechselkursen profitieren.

Nun stellt sich dir vielleicht die Frage, ob du dein Bankkonto beim Umzug ins Ausland behalten kannst? Diese Frage beantworten wir im nächsten Abschnitt.

Kann man ein deutsches Bankkonto ohne Wohnsitz führen?

Ja, in vielen Fällen ist das möglich. Allerdings hängt es stark von der jeweiligen Bank und deinem steuerlichen Status ab. Entscheidend ist, wie die Bank mit Adressänderungen ins Ausland umgeht und welche Unterlagen sie von dir verlangt.

Wer aus Deutschland wegzieht, ist verpflichtet, seinen Wohnsitz innerhalb von 14 Tagen beim Einwohnermeldeamt abzumelden.
Wer aus Deutschland wegzieht, muss sich innerhalb von 14 Tagen beim Einwohnermeldeamt abmelden.

Gesetzliche Grundlagen & Meldepflicht

Wer aus Deutschland wegzieht, ist verpflichtet, seinen Wohnsitz innerhalb von 14 Tagen beim Einwohnermeldeamt abzumelden. Das regelt § 17 Bundesmeldegesetz (BMG). Die Abmeldung selbst führt aber nicht automatisch zur Schließung deines Bankkontos. 

Lesetipp: Wohnsitz abmelden – Umzug ins Ausland 

Banken müssen jedoch deine Kundendaten aktuell halten und prüfen dabei insbesondere deine steuerliche Ansässigkeit. Ob du nach dem Umzug weiter als Steuerinländer oder als Steuerausländer giltst, entscheidet, welche Nachweise die Bank anfordert.

Die Praxis zeigt

  • Direktbanken wie die DKB oder N26 sind oft kulanter, wenn Kunden ins Ausland ziehen. 
  • Andere Banken, vor allem klassische Filialbanken, prüfen strenger oder kündigen Konten, sobald ein Wohnsitz außerhalb Deutschlands angegeben wird.

In vielen Fällen verlangen sie zusätzliche Unterlagen, etwa eine ausländische Steuer-ID oder eine Selbstauskunft nach CRS/FATCA. Auch automatische Meldungen über Auslandsadressen können dazu führen, dass Banken deine Daten abgleichen und dich zur Aktualisierung auffordern.

Unterschied zwischen Wohnsitz, Postanschrift und Erreichbarkeit

Der Wohnsitz ist dein amtlich gemeldeter Lebensmittelpunkt, die Postanschrift eine zustellfähige Adresse – etwa die deiner Familie –, und Erreichbarkeit bedeutet, dass die Bank dich zuverlässig kontaktieren kann. 

Für ein normales Girokonto ist oft der Wohnsitz in Deutschland entscheidend, während beim gesetzlich vorgeschriebenen Basiskonto bereits eine Postanschrift genügt. Damit ist ein „Bankkonto ohne Wohnsitz in Deutschland“ rechtlich möglich, wenn auch häufig nur in Form eines Basiskontos.

Obwohl ein Auslandsumzug nicht automatisch zur Kündigung führt, dürfen Banken bestehende Konten kündigen, wenn sie darin ein Risiko sehen oder wenn gesetzliche Vorschriften es erfordern. Bei einem Basiskonto ist die Kündigung allerdings nur unter engen Voraussetzungen erlaubt, etwa wenn der Kunde falsche Angaben gemacht hat oder länger als zwei Jahre keine Transaktionen erfolgt sind.

Fazit: Ein Bankkonto kann ohne Wohnsitz in Deutschland geführt werden

Wichtig ist, dass du deine Adresse proaktiv aktualisierst, die verlangten Selbstauskünfte abgibst und eine erreichbare Postanschrift angibst. So verhinderst du unnötige Sperrungen oder gar die Kündigung deines Kontos und kannst dein deutsches Konto auch nach dem Auswandern behalten.

Du kann dein deutsches Bankkonto in vielen Fällen behalten, wenn du ins ausland ziehst
Du kann dein deutsches Bankkonto in vielen Fällen behalten, wenn du ins ausland ziehst

Kann ich mein deutsches Konto behalten bei Umzug ins Ausland?

Ja, in vielen Fällen ist das möglich. Wie bereits im Abschnitt zuvor erklärt, hängt es von deiner Bank und deinem neuen Wohnsitzland ab, ob du dein Konto weiterführen kannst. Direktbanken wie DKB, Wise oder N26 sind häufig flexibel, während klassische Filialbanken kritischer prüfen. Manche Institute verlangen zusätzliche Unterlagen oder drohen sogar mit Kündigung, wenn du keinen Wohnsitz in Deutschland mehr hast.

Vor- und Nachteile, das deutsche Konto zu behalten

Vorteile:

Ein deutsches Konto nach dem Umzug zu behalten, ist in vielen Situationen praktisch:

  • Du kannst damit offene Zahlungen wie Miete oder Rechnungen abwickeln und dir Rückerstattungen, etwa von der Mietkaution oder vom Finanzamt, bequem auszahlen lassen. 
  • Auch bestehende Verträge oder Abos laufen reibungslos weiter.
  • Falls du weiterhin Einkünfte aus Deutschland hast, z. B. Rente, Kapitalerträge oder Mieteinnahmen, erleichtert ein deutsches Konto die Verwaltung.

Ein weiterer Vorteil: Solltest du in Zukunft zurück nach Deutschland ziehen, ersparst du dir die mühsame Neueröffnung.

Nachteile:

Allerdings gibt es auch Einschränkungen: 

  • Manche Banken erheben Gebühren für Kunden ohne deutschen Wohnsitz oder beschränken bestimmte Services. 
  • Bei Auslandsüberweisungen fallen zudem oft hohe Gebühren an, und 
  • EC-Karten sind außerhalb Europas nur eingeschränkt nutzbar
  • Auch besteht immer das Risiko, dass die Bank das Konto kündigt, wenn du deinen Auslandswohnsitz nicht aktiv kommunizierst oder geforderte Unterlagen nicht nachreichst.

Das Bild zeigt Oliver Frankfurth, ein Experte im Bereich Wohnsitz abmelden und deustche Bürokratie bei der Auswanderung.

„Halte dein deutsches Konto mindestens ein halbes Jahr nach dem Umzug aktiv – so stellst du sicher, dass Kautionen, Nebenkosten oder Steuererstattungen problemlos ankommen.“

– Oliver Frankfurth

Wie lange sollte ich mein deutsches Konto nach Umzug ins Ausland behalten?

Besonders empfehlenswert ist es, das deutsche Konto noch mindestens 6 Monate nach dem Umzug weiterzuführen. In dieser Zeit lassen sich offene Rückzahlungen, Nebenkostenabrechnungen oder Steuererstattungen problemlos empfangen. Auch wer weiterhin Einnahmen aus Deutschland erhält oder noch Verträge laufen hat, sollte das Konto aktiv halten.

Wenn du allerdings keine finanziellen Verbindungen nach Deutschland mehr hast und nur noch im Ausland lebst, kann es langfristig sinnvoll sein, das Konto zu schließen.  Spätestens dann, wenn es nur noch Kosten verursacht.

Brauche ich zusätzlich ein Bankkonto im Ausland?

Ja, ein deutsches Konto allein reicht meist nicht, um den Alltag im Ausland zu meistern. Lokale Zahlungen, Bargeldabhebungen oder Abrechnungen in einer anderen Währung sind mit einem deutschen Konto oft teuer und unpraktisch. 

Deshalb empfiehlt es sich, neben dem deutschen Konto auch ein Konto im Ausland oder ein Multiwährungskonto (z. B. Wise) zu eröffnen. So bist du sowohl in Deutschland als auch in deinem neuen Wohnsitzland finanziell flexibel.

N26, DKB und Wise eignen sich sehr gut als Bankkonten für Auswanderer

Welche Bank ist am besten für Auswanderer geeignet?

N26 – Ideal für digitale Nomaden

Ideal für Menschen, die viel reisen und ein unkompliziertes Konto mit moderner App suchen. Die Kontoeröffnung funktioniert schnell online, die IBAN bleibt auch bei Wohnsitzwechsel gültig. Wichtig: Die Eröffnung ist nur mit deutscher Adresse möglich, die spätere Adressänderung ins Ausland aber unkompliziert.

  • Vorteile: Schnelle Online-Eröffnung, intuitive App, IBAN bleibt auch bei Wohnsitzwechsel aktiv.
  • Ideal für: Digitale Nomaden & Vielreisende.
  • Wichtig: Kontoeröffnung nur mit deutscher Adresse möglich – danach Adressänderung unkompliziert.

DKB – Für Auswanderer mit deutschem Bezug

Ein klassisches deutsches Girokonto mit Visa-Karte, kostenloser Kontoführung (ab 700 € monatlichem Eingang) und weltweit gebührenfreien Zahlungen. Besonders positiv: Viele DKB-Kunden berichten, dass die Bank auch bei dauerhaftem Auslandswohnsitz kulant ist. Damit ist sie eine der besten Lösungen für Auswanderer, die ihre Verbindung zu Deutschland behalten wollen.

  • Wichtig: Kontoeröffnung nur mit deutscher Meldeadresse, später Wohnsitzwechsel meist akzeptiert.
  • Vorteile: Kostenloses Konto mit Visa-Karte, sehr gutes Online-Banking, oft tolerant bei Wohnsitz im Ausland.
  • Ideal für: Langzeit-Auswanderer mit deutschem Hintergrund.

Wise – Für Multi-Währungs-Transfers

Wise ist kein klassisches Girokonto, sondern ein Multi-Währungskonto. Damit kannst du Geld in über 50 Währungen halten und bekommst lokale Kontodaten z. B. in den USA, Großbritannien oder Australien. Dank exzellenter Wechselkurse eignet es sich perfekt für alle, die regelmäßig internationale Zahlungen tätigen oder Geld ins Ausland überweisen.

  • Vorteile: Multi-Währungs-Konto, exzellente Wechselkurse, lokales Bankkonto in mehreren Ländern.
  • Ideal für: Alle, die Geld zwischen Ländern bewegen.
  • Wichtig: Wise ist kein klassisches Girokonto – eignet sich aber ideal als Ergänzung.

Revolut – Für Technikaffine mit globalem Fokus

Revolut punktet mit Echtzeit-Überweisungen, einer starken App und zahlreichen Zusatzfunktionen wie Aktienhandel, Kryptowährungen oder Budgetplanung. Für Vielreisende sind die flexiblen Währungsoptionen besonders praktisch. Einschränkung: Manche Funktionen sind länderspezifisch und nicht überall verfügbar.

  • Vorteile: Schneller Support, Echtzeit-Überweisungen, viele Zusatzfunktionen (Krypto, Aktien etc.).
  • Ideal für: Technikaffine Nutzer & Vielnutzer von Wechselkursdiensten.
  • Wichtig: Einige Funktionen nur in bestimmten Regionen verfügbar.
Bank / Anbieter
Gebührenmodell
Wohnsitzpflicht bei Eröffnung
Stärken für Auswanderer
Kostenloses Girokonto, optionale Premiumtarife
Ja, deutsche Adresse bei Eröffnung erforderlich
Einfache Online-Eröffnung, modernes App-Banking, gute Kartenakzeptanz weltweit
Kostenlos ab mind. 700 € Geldeingang, sonst 4,50 €
Ja, deutsche Adresse bei Eröffnung erforderlich
Visa-Debitkarte, gebührenfreie Zahlungen weltweit, kulant bei Auslandswohnsitz
Wise (Multi-Währungskonto)
Keine monatliche Grundgebühr, niedrige Transferkosten
Nein, weltweit nutzbar
Multi-Währungskonto, echte lokale Kontodaten in mehreren Ländern, beste Wechselkurse
Revolut
Gratis-Konto, Premium ab ca. 3,99 €/Monat
Nein, in vielen Ländern eröffnungsfähig
Schnelle Kontoeröffnung, viele Zusatzfunktionen (Krypto, Aktien, Budgettools)

Schritt-für-Schritt: So bereitest du deine Konten auf die Auswanderung vor

Eine gute Vorbereitung erspart dir im Ausland viel Stress. Mit diesen Schritten stellst du sicher, dass deine Finanzen reibungslos weiterlaufen:

  1. Bestehendes Konto prüfen – Kläre, ob deine Bank Konten mit Auslandswohnsitz weiterführt, und prüfe die Gebühren.
  2. Zwei neue Konten eröffnen – Am besten ein zusätzliches deutsches Konto (z. B. DKB oder N26) und ein Multiwährungskonto (z. B. Wise oder Revolut).
  3. Daueraufträge & Lastschriften organisieren – Stelle sicher, dass Miete, Versicherungen oder Abos weiter korrekt abgebucht werden.
  4. Adressänderung melden – Teile deiner Bank rechtzeitig deine neue Anschrift im Ausland mit.
  5. Finanzamt & Steuerstatus klären – Informiere dich, ob du künftig als Steuerausländer giltst, und reiche nötige Formulare ein.

Digitales Banking aktivieren – Stelle sicher, dass du Online-Banking, mobile Apps und TAN-Verfahren auch aus dem Ausland nutzen kannst.

Oliver Frankfurth

Oliver Frankfurth

Oliver ist Mitgründer von Abmelden.de, einem 2014 gegründeten Unternehmen. Sein Ziel ist es, die Verwaltung der Expat-Bürokratie in Deutschland zu revolutionieren.