Auf einen Blick
- Vorbereitung: Informiere dich gründlich über das Zielland und seine Einwanderungsbestimmungen.
- Dokumente: Besorge alle notwendigen Dokumente wie Reisepass, Visum und Arbeitsgenehmigung.
- Finanzen: Sichere deine finanzielle Situation durch Ersparnisse und informiere dich über die Lebenshaltungskosten im Zielland.
- Wohnung: Kümmere dich rechtzeitig um eine Unterkunft im neuen Land.
- Abmeldung: Melde dich in Deutschland ab und informiere relevante Behörden über deinen Umzug.
Auswandern Checkliste: Welche Punkte sind zu beachten?
Du hast einige Zeit in Deutschland verbracht und jetzt hast du beschlossen, dass es Zeit ist, wegzugehen. Es gibt viele Höhen und Tiefen, und jeder große Umzug kann überwältigend sein. Du lässt nicht nur Freunde, Familie und Erinnerungen zurück, sondern auch viele Aufgaben, um die du dich kümmern musst. Es kann entmutigend sein, den Überblick über all die Dinge zu behalten, die erledigt werden müssen. Neben der Abmeldung müssen Verträge gekündigt werden und Institutionen über den Umzug informiert werden. Zudem ist die deutsche Bürokratie oft verwirrend und schwer zu verstehen.
Wir sind hier, um dir zu helfen. Wir haben einen Überblick darüber erstellt, was du wann tun musst, und wir haben Vorschläge hinzugefügt, wie du diese Aufgaben erledigen kannst. Wenn du die oben genannten Punkte abhakst, ersparst du dir eine Menge Ärger, in manchen Fällen auch Geld, und auf jeden Fall Zeit und Mühe. Darüber hinaus bieten wir viele Dienstleistungen an, die dir viel Zeit und Mühe ersparen. Hier findest einen Überblick über unsere Dienstleistungen.
Checkliste für Auswanderer: kostenlos herunterladen
1. Wohnung kündigen
Kurz gesagt: Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt 3 Monate. Teile deinem Vermieter innerhalb der im Mietvertrag festgelegten Frist mit, dass du den Mietvertrag kündigen möchtest. Wenn du einen Nachmieter hast, kannst du vielleicht eine schnellere Übergabe aushandeln. Vergiss nicht, bei der Wohnungsübergabe ein Übergabeprotokoll zu erstellen und alle Mängel mit Fotos zu dokumentieren. Die Mietkaution, die du beim Einzug gezahlt hast, bekommst du zurück.

In Deutschland muss ein Mietvertrag schriftlich gekündigt werden. Das bedeutet, dass du deinem Vermieter schriftlich mit eigenhändiger Unterschrift mitteilen musst, dass du ausziehen möchtest. Ab dem Kündigungsdatum hast du in der Regel eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Es ist aber auch möglich, dass im Mietvertrag eine andere Frist vereinbart wurde. Die meisten Verträge können nur zu einem bestimmten Zeitpunkt im Monat gekündigt werden. Achte auch hier auf die Vereinbarung in deinem Vertrag.
In den meisten Fällen kümmert sich der Vermieter um einen Nachmieter. Du kannst ihn aber zum Beispiel fragen, ob du einen Nachmieter vorschlagen kannst, um die dreimonatige Kündigungsfrist zu verkürzen.
Kurz vor deinem Auszug erwartet der Vermieter eine Wohnungsübergabe, bei der es sich empfiehlt, ein schriftliches Protokoll zu erstellen (dies übernimmt i. d. R. der vermieter), das von allen Parteien unterschrieben wird, damit jeder über eventuelle Mängel informiert ist und es keine Missverständnisse gibt. Achte darauf, alles mit Fotos oder einem kurzen Video zu dokumentieren, um eventuelle Unklarheiten zu umgehen.
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Innerhalb von 6 Monaten nach deinem Auszug überweist dir dein Vermieter die Kaution zurück. Oft geht es viel schneller, aber im Zweifelsfall dauert es so lange wie möglich (vorausgesetzt, du schuldest keine Miete oder Kosten aufgrund von Mängeln). Erfahre mehr zum Thema.
2. Versicherungen kündigen (Krankenversicherung, Haftpflicht- und andere Versicherungen)
Es empfiehlt sich, eine Liste aller notwendigen Versicherungen zu erstellen. Krankenversicherung, Autoversicherung, Haftpflichtversicherung usw. Sammle die notwendigen Dokumente und halte deine Abmeldebestätigung bereit, damit du jederzeit deine Verträge kündigen kannst.

3. Wohnsitz abmelden
Kurz gesagt: Die Abmeldung deines Wohnsitzes in Deutschland ist Pflicht. Die Abmeldebestätigung, die du nach erfolgreicher Abmeldung erhältst, ist notwendig, um verschiedene Verträge und Versicherungen kündigen zu können.
Du erhältst zum Beispiel ein Sonderkündigungsrecht für Internet- und Telefonverträge und kannst dich von Rundfunkgebühren und Pflichtversicherungen wie der Krankenversicherung befreien lassen. Sie ist auch notwendig, weil du, wenn du in Deutschland gemeldet bist, möglicherweise noch Steuern zahlen musst.
Normalerweise kannst du frühestens 7 Tage vor deinem Umzug einen Termin für die Abmeldung im Bürgerbüro vereinbaren. Wenn du dich früher abmelden musst, erkundige dich bei deinem örtlichen Bürgerbüro, ob es andere Möglichkeiten gibt. Es wird empfohlen, die Abmeldeunterlagen innerhalb von 14 Tagen nach deiner Abreise einzureichen. Wenn du die Abmeldung vergessen hast, solltest du sie so schnell wie möglich nachholen. Eine verspätete Abmeldung kann mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 € geahndet werden.
Brauchst du Hilfe? Wir übernehmen gerne die (verspätete) Abmeldung für dich! Hier geht’s zum Service.
4. Führerschein
Wenn du deinen ausländischen Führerschein in einen deutschen hast umschreiben lassen, kannst du ihn zurückfordern. Beachte, dass die Bürokratie in Deutschland oft langsam ist. Deshalb solltest du rechtzeitig einen Termin bei der zuständigen Behörde vereinbaren – idealerweise mindestens sechs Wochen vor deinem Umzug. Wenn du ein eigenes Auto in Deutschland hattest, musst du es auch abmelden. Weitere Informationen zur Auto-Abmeldung findest du hier.
Wenn du keine Zeit hast, dein Auto selbst abzumelden, kannst du unseren Service in Anspruch nehmen. Wir übernehmen die komplette Abwicklung für dich. Weitere Informationen zum Service findest du hier.
5. Verträge kündigen
Kurz gesagt: Auch andere Versorgungsverträge wie Strom und Gas (falls vorhanden) müssen rechtzeitig gekündigt werden. Wenn du von deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen willst, brauchst du deine Abmeldebescheinigung oder einen anderen Nachweis, dass du Deutschland verlässt. Mehr erfahren
In den meisten Fällen solltest du deinen Strom- und Gasanbieter ca. 4-6 Wochen vor deinem Umzug informieren. Bei einer Kündigung außerhalb der regulären Fristen verlangen die Anbieter oft die Abmeldebestätigung als Beweis. Sobald du das Original erhalten hast, kannst du einen Scan oder Foto davon an deinen Anbieter per E-Mail schicken. Wenn du es eilig hast, können wir die Kündigung auch für dich erledigen. Klicke hier, um mehr über unseren Service zu erfahren.

6. Umzug koordinieren
Kurz gesagt: Hol dir Angebote von mehreren Umzugsunternehmen ein, um die beste Option auszuwählen und die Preise zu vergleichen.Erfahre mehr zum Thema Umzug.
Um die beste Wahl zu treffen, solltest du mehrere Kostenvoranschläge von Umzugsunternehmen einholen. Viele Anbieter bieten inzwischen virtuelle Besichtigungen an, um eine präzise Kalkulation zu erstellen. Achte darauf, Bewertungen und Rezensionen im Voraus zu prüfen, damit du dem gewählten Unternehmen vertrauen kannst.
Beginne die Recherche idealerweise 4-5 Monate vor dem Umzug, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. So stellst du sicher, dass das Umzugsunternehmen pünktlich zum vereinbarten Termin erscheint und alles reibungslos abläuft. Sollten sich deine Pläne ändern, hast du genügend Zeit, alternative Lösungen zu finden, was dir langfristig Zeit, Geld und Stress spart.
7. Postweiterleitung
Kurz gesagt: Für 6, 12 oder sogar 24 Monate kannst du deine gesamte Post von deiner bisherigen deutschen Adresse an deinen neuen Wohnort weiterleiten lassen. Erfahre mehr zum Thema Postweiterleitung.
Um sicherzustellen, dass nach deinem Umzug keine wichtige Post verloren geht, kannst du einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post einrichten. Sobald du deine neue Adresse kennst, kannst du die Post beauftragen, sämtliche Briefe dorthin weiterzuleiten. Falls du vorübergehend woanders wohnst, kannst du alternativ die Adresse eines Freundes oder Familienmitglieds angeben, um wichtige Dokumente wie die Abmeldebestätigung nicht zu verpassen.
Solltest du einen schnellen, flexiblen und zuverlässigen Postweiterleitungsdienst benötigen, kannst du gerne unseren Service nutzen. Weitere Informationen findest du hier.

8. Bankkonto
Kurz gesagt: Überprüfe zunächst, ob noch ausstehende Zahlungen zu leisten sind, und beachte, dass es einfacher sein kann, die Mietkaution auf dein deutsches Bankkonto überweisen zu lassen. Wir empfehlen, das Konto noch einige Monate länger zu behalten, als du in Deutschland bleiben wirst.
Bevor du dein Bankkonto schließt, ist es sinnvoll zu prüfen, ob alle Zahlungen abgewickelt sind, wie Miete oder Rechnungen. Besonders für die Rückzahlung der Mietkaution kann es praktischer sein, das deutsche Konto noch länger bestehen zu lassen. Wir empfehlen, deine Bank einige Wochen im Voraus über deine Abreise zu informieren, das Konto jedoch noch mindestens 6 Monate weiterzuführen.
In bestimmten Fällen ist es ratsam, das deutsche Bankkonto langfristig zu behalten:
- Offene Rückzahlungen: Wenn du noch mit Rückzahlungen oder Abrechnungen wie Nebenkosten oder Steuererstattungen rechnest, ist es sinnvoll, das Konto aktiv zu halten.
- Vertragliche Verpflichtungen: Bestehen noch Verträge oder Abos, die weiterlaufen oder gekündigt werden müssen, erleichtert ein deutsches Konto die Abwicklung.
- Regelmäßige Überweisungen: Falls du weiterhin Einkünfte oder Zahlungen in Deutschland erhältst, wie Renten oder Investitionen, ist ein deutsches Konto von Vorteil.
- Einfache Handhabung: Falls du in naher Zukunft wieder nach Deutschland zurückkehren möchtest, ist es einfacher, ein bestehendes Konto beizubehalten.
Du kannst außerdem dein Finanzinstitut über ein Folgekonto informieren, damit eventuelle Restbeträge von deinem deutschen Konto dorthin überwiesen werden können. So vermeidest du Komplikationen und sorgst für einen reibungslosen finanziellen Übergang nach deinem Umzug ins Ausland.
9. GEZ kündigen (Rundfunkgebühren)
Du kannst den Rundfunkbeitrag (GEZ) ganz einfach online kündigen oder unseren Service nutzen, um die Kündigung für dich zu erledigen. Erfahre mehr über unseren Service. Der Betrag ist zwar nicht hoch, aber es wäre unnötig, ihn weiter zu zahlen, wenn du nicht mehr in Deutschland wohnst. In unserem Blogbeitrag erfährst du alles Wichtige rund um die GEZ in Deutschland.
Wie kannst du die GEZ kündigen?
Die Kündigung der GEZ erfolgt in der Regel online über das Portal des Beitragsservice. Dazu benötigst du folgende Dokumente:
- Abmeldebestätigung deiner Wohnung vom Einwohnermeldeamt (Nachweis, dass du Deutschland verlässt oder keinen Wohnsitz mehr hast).
- Kundennummer bzw. Beitragsnummer, die du in deinen GEZ-Unterlagen findest.
- Ein formloses Kündigungsschreiben (kann direkt im Online-Formular hinterlegt werden).
Sobald du das Abmeldeformular ausgefüllt und die notwendigen Unterlagen hochgeladen hast, wird der Beitrag eingestellt. Es ist ratsam, eine Bestätigung der Kündigung anzufordern, um sicherzustellen, dass keine weiteren Abbuchungen erfolgen.
Wenn du wenig Zeit hast oder dich nicht mit der deutschen Bürokratie auseinandersetzen möchtest, übernehmen wir gerne die Kündigung für dich. Buche unseren Service dafür.

10. Kündigung von Kindergeld und Schul- und Kindergartengeld
Kurz gesagt: Das Kindergeld muss rechtzeitig gekündigt werden, um Bußgelder und Rückzahlungen zu vermeiden. Auch Schul- und Kindergartenzuschüsse müssen rechtzeitig gekündigt werden. Wenn du Hilfe bei der Kündigung des Kindergeldes brauchst, kannst du unseren Service in Anspruch nehmen. Das spart dir viel Zeit. Vergiss auch nicht, dein Elterngeld zu kündigen, wenn du Deutschland verlässt.
Wenn du mit deinen Kindern in Deutschland gelebt hast, hast du möglicherweise Kindergeld erhalten oder deine Kinder zur Schule oder in den Kindergarten geschickt. In diesem Fall musst du die Familienkasse, die für die Auszahlung des Kindergeldes zuständig ist, über deinen Wegzug informieren.
Wenn du weiterhin Kindergeld beziehst, obwohl du ins Ausland verzogen bist, drohen neben der Rückzahlung der zu Unrecht erhaltenen Beträge auch Bußgelder. Es ist wichtig, die Familienkasse mit einem klaren und verständlichen Schreiben zu informieren, damit du nachweisen kannst, dass du deiner Verpflichtung nachgekommen bist.
Auch Schule und Kindergarten sollten rechtzeitig informiert werden. Da es oft Wartelisten gibt, ermöglicht deine rechtzeitige Abmeldung, dass eine andere Familie den Platz nutzen kann. Außerdem haben die Klassen und Lehrer mehr Zeit, die Verabschiedung zu organisieren und einen reibungslosen Übergang zu schaffen.
Falls Schul- oder Kita-Gebühren anfallen, müssen diese ebenfalls geklärt und erlassen werden. Wird der Platz von der Kommune mitfinanziert, sollte auch das zuständige Amt informiert werden. Wir empfehlen, dies mindestens 3 Monate vor deinem Umzug oder so früh wie möglich zu tun.
Einen ausführlichen Blogbeitrag zum Thema Kindergeld kündigen findest du hier.
Bitte bedenke, dass wir unser Bestes tun, um glaubwürdige und aktuelle Informationen bereitzustellen, aber wir sind kein offizieller Berater (im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes, RDG) für Steuern, Rechtsfragen und Ähnliches. Unser Service ersetzt keine individuelle Beratung mit juristischem Beistand. Wir stellen digitale Tools und automatisierte Workflows zur Verfügung, die bei der Abmeldung des Wohnsitzes und den damit verbundenen notwendigen Schritten helfen.